Nichts für Weicheier

Nichts für Weicheier

Die Einschläge kommen näher. Ich streiche Namen und Telefonnummern durch.

 

Abends gibt es Fisch mit selbstgemachten Zaziki, dazu einen trockenen Weiswein. So wie damals auf Djerba, im Jahr, als wir geheiratet haben. Unser erster Urlaub.

 

Wir sitzen im heißen Sand und schauen auf die Schaumkronen. Nichts kann uns etwas anhaben. Liebe ist schön. Kleine Kinder spielen im Sand. Haben wir auch mal welche?

Wir schweigen zusammen und jeder kann die Gedanken des anderen hören. Wir lachen ,tanzen, reden stundenlang.

Wir planen unser Leben.

Wir kaufen ein Haus, solide gebaut, Stein auf Stein, abgesichert gegen alle Unbilden des Schicksals.

 

Auf unserer Reise nach Nordafrika entdecke ich die Liebe zu diesem Land. Die Sehnsucht nach Wärme und kräftigen Farbtönen verlässt mich nie mehr.

Karriere ist angesagt, wir sind dabei, jahrzehntelang.

Wenn einer am Boden liegt, holt der andere ihn wieder hoch.

 

Als das Laufrad plötzlich anhält, bin ich erschrocken.

Das Einzige, was uns noch fehlt, ist Zeit.

 

 

 

 

 

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